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Good Carb - Gute machen schlank, Schlechte dickAnhänger der Good-Carb-Diäten beurteilen Lebensmittel nach ihrem Gehalt an guten oder schlechten Kohlenhydraten. Der Maßstab hierfür ist der so genannte glykämische Index (GI). Dieser gibt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach Verzehr eines Lebensmittels steigt. Schlechte Kohlenhydrate, wie in Zucker, Süßigkeiten und Weißmehl, besitzen einen hohen GI und lassen den Blutzuckerspiegel schnell und merklich in die Höhe steigen. Der hohe Blutzuckerspiegel bewirkt eine vermehrte Ausschüttung von Insulin, einem regulierenden Hormon, das den Blutzuckerspiegel wieder senkt, aber auch Fettaufbau und Hungergefühle begünstigt. Daher sind schlechte Kohlenhydrate verboten. Gute Kohlenhydrate, wie in ballaststoffreichen Vollkornprodukten und Gemüse, besitzen einen niedrigen GI und beeinflussen den Blutzuckerspiegel positiv. Sie dürfen deshalb auf dem Speiseplan stehen.

Montignac

Montignac gliedert Lebensmittel in gute Kohlenhydratlieferanten (Vollkornbrot, Hülsenfrüchte, Gemüse) und in schlechte (Zucker, Weißmehl, Honig, Nudeln, polierter Reis). Je größer der glykämische Index (siehe oben) eines Lebensmittels, desto schlechter wird es nach Montignac eingestuft. Mit dem Ernährungsplan von Montignac soll der Blutzucker stabil und eher niedrig gehalten werden, um Hungergefühle und eine Fetteinlagerung zu vermeiden. Montignac empfiehlt außerdem, Fett und Eiweiß von Kohlenhydraten getrennt zu essen. Allerdings lehnt er Sport als gewichtsreduzierende Maßnahme ab, entgegen aller ernährungs- und sportwissenschaftlicher Untersuchungen. Darüber hinaus empfiehlt er bis zu einem ½ Liter Wein täglich – auch für Schwangere und Stillende.

Obwohl nach Montignac durchaus wertvolle Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse verzehrt werden sollen, kann seine Diät nicht empfohlen werden. Der Fett- und Eiweißgehalt der Diät ist sehr hoch und entspricht nicht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Zudem ist seine Abneigung gegenüber Sport als unterstützende Maßnahme nicht nachzuvollziehen. Der tägliche Konsum größerer Mengen Wein ist nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit gefährlich.

Glyx-Diät

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (siehe oben) – wie zum Beispiel Zucker, Süßigkeiten, Kartoffeln und Weißbrot – werden bei der Glyx-Diät ausgespart. Denn ihr Verzehr führt in den Zellen zur vermehrten Umwandlung von Zuckern in Fette. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, nahezu alle Gemüsesorten und viele Früchte, fettarme Milchprodukte, Geflügel, Fisch und Fleisch besitzen einen niedrigen glykämischen Index (GI) und erhöhen den Blutzucker nur langsam. Sie bewirken deshalb keine übermäßige Ausschüttung von Insulin, erhöhen damit nicht den Fettaufbau in den Zellen und können daher bedenkenlos gegessen werden.

Wenn Sie sich gemäß der Glyx-Diät ernähren, brauchen Sie nicht zu hungern und Ihr Essensplan ist recht vielseitig und ausgewogen. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass die Glyx-Diät im Vergleich zu einer Ernährung mit Lebensmitteln, die einen hohen GI aufweisen, keinen größeren Gewichtsverlust bewirkt. Zudem hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den GI für nicht praxisrelevant, weil der GI für das einzelne Lebensmittel nicht identisch ist mit dem GI für eine Nahrungsmittelkombination. So besitzen Kartoffeln einen hohen GI und werden daher im Rahmen der Glyx-Diät abgelehnt. Kartoffeln in Kombination mit Milch, Fleisch, Gemüse oder als Pommes frites zeigen dagegen einen niedrigen GI auf und sind deshalb erlaubt. Auch ist der GI natürlicher Lebensmittel variabel. Beispielsweise enthält Obst je nach Reifegrad mehr oder weniger Zucker. Somit schwankt der GI und mit ihm der Blutzuckerspiegel. Auch der Flüssigkeitsgehalt, die Zubereitung und die Temperatur einer Mahlzeit beeinflussen den GI.

Strunz-Diät

Die von dem Internisten Dr. med. Ulrich Strunz entwickelte Diät weist etliche positive Ansätze auf. So befinden sich viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, mageres Fleisch und Fisch sowie fettarme Milchprodukte auf dem Ernährungsplan. Strunz beurteilt Lebensmittel mit den Ampelfarben grün, gelb und rot. Grün gilt als besonders empfehlenswert; hierbei handelt es sich um Produkte, die einen niedrigen glykämischen Index (siehe oben), wenig oder hochwertiges Fett und viel Eiweiß miteinander kombinieren.

Wichtig für Strunz ist der Sport als unterstützende Maßnahme beim Abnehmen. Er empfiehlt Walking für Einsteiger und Laufen für Fortgeschrittene. Außerdem gibt er Tipps zur Stressbewältigung und Entspannung. Strunz spricht sich darüber hinaus für den zusätzlichen Verzehr von Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aus, da ansonsten der Bedarf nicht gedeckt sei. Damit geht er mit der aktuellen Meinung etlicher Ernährungswissenschaftler konform, die auf der Basis von Studien davon ausgehen, dass die heutigen Lebensmittelpflanzen zu wenig lebenswichtige Vitalstoffe enthalten.

Allerdings räumt Strunz den eiweißreichen tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Geflügel eine größere Bedeutung ein als Getreideerzeugnissen aus vollem Korn. Letztere bilden aber, gemäß gegenwärtiger Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die Basis einer gesunden ausgewogenen Mischkost. Wenn nämlich der menschliche Körper viel tierisches Eiweiß aufnimmt, besteht die Gefahr, Herz und Nieren stark zu belasten, was zu Herzinfarkt oder Ablagerungserkrankungen wie Gicht führen kann.

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Aktuelle Kommentare

  • 29.11.2019 10:19
    Danke für den super verständlichen Artikel. Ich hatte die Vorlesung in der Uni wegen Krankheit ...

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  • 01.10.2019 17:40
    Habe furchtbar Angst vor der Darmspiegelung die erste war nicht erfolgreich wegen Reststuhl ...

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  • 07.07.2019 17:08
    Der neue Blog gefällt mir. Die Projekte setzen an der richtigen Stelle an. Und: Jeder ...

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