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Low Carb: das Ernährungsmotto aus den USADie Botschaft der Low-Carb-Diäten lautet: wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß und Fett. Nicht die Fette, sondern die Kohlenhydrate werden hier als die Dickmacher bezeichnet. Vor allem in den USA finden Low-Carb-Diäten Anklang. Doch auch in Europa gewinnen sie an Beliebtheit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält Low-Carb-Diäten für nicht empfehlenswert: Durch die beschränkte Lebensmittelauswahl werde kein Lerneffekt hinsichtlich einer ausgewogenen Ernährung erzielt, weshalb kein dauerhafter Erfolg zu erwarten sei. Aufgrund des erhöhten Fleisch- und Eierkonsums vergrößern sich außerdem die Risiken bezüglich Fettstoffwechselstörungen und Ablagerungskrankheiten wie Gicht.

Atkins-Diät

In den 70er Jahren entwickelte der amerikanische Arzt Dr. Robert Atkins seine Low-Carb-Diät als Therapie bei Übergewicht. Er vertrat die These, dass man zur Gewichtsabnahme völlig auf Kohlenhydrate verzichten müsse, ohne dabei den Fett- und Eiweißverzehr oder die Gesamtenergiezufuhr einzuschränken. Bei der Atkins-Diät sind daher fett- und eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Sahne unbegrenzt erlaubt. Dafür sind Kohlenhydrate in Süßigkeiten, aber auch in Kartoffeln, Reis, Getreideerzeugnissen und Obst zumindest in der Anfangsphase verboten.

Wegen des Mangels an Kohlenhydraten muss Ihr Körper Fett (bzw. Eiweiß) als Energiequelle nutzen. Daher ist es durchaus möglich, dass Sie mit der Atkins-Diät (zunächst) abnehmen. Beim Fettabbau produziert der Körper vermehrt Ketone, die das Hungergefühl dämpfen. Auch nehmen Sie wahrscheinlich insgesamt weniger Kalorien zu sich, weil Sie viel sättigendes Eiweiß essen dürfen.

Allerdings birgt die Atkins-Diät schwerwiegende Gefahren für Ihre Gesundheit. Die Lebensmittelauswahl ist sehr einseitig. Ihre Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen ist unzureichend. Sie essen zu viel Fett und zu viel vom Körper nicht benötigtes Eiweiß. Zu viel Fett und falsche Eiweißversorgung können Herz und Nieren stark belasten und beispielsweise zu Herzinfarkt führen. Auch lernen Sie nichts über eine ausgewogene Ernährung. Darüber hinaus lässt sich die Diät nicht lange durchhalten, weil der Heißhunger auf Kohlenhydrate unvermeidlich ist.

South-Beach-Diät

Um den Stoffwechsel seiner Herzpatienten zu verbessern, entwickelte der Kardiologe Dr. Arthur Agatston die South-Beach-Diät. Als Nebeneffekt stellte Agatston eine Gewichtsabnahme bei seinen übergewichtigen Patienten fest.

Während der South-Beach-Diät ist Fett – wie bei der Atkins-Diät – in unbegrenzter Menge erlaubt. Im Gegensatz zu Atkins wird jedoch zwischen guten, empfehlenswerten Fetten (pflanzlicher Herkunft, wie Oliven-, Raps- oder Nussöl) und schlechten, verbotenen Fetten (tierischer Herkunft außer Fisch) unterschieden. Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber Atkins: In der zweiten und dritten Phase der Diät dürfen Kohlenhydrate aus vital- und ballaststoffreichem Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten unbegrenzt gegessen werden. Trotzdem ist die South-Beach-Diät dauerhaft nicht zu empfehlen: Gesunde nährstoffreiche und lange sättigende Lebensmittel wie Kartoffeln oder Reis sind verboten. Auch vitaminreiches Obst und Fruchtsäfte fehlen in dem Konzept. Und Fett enthält immerhin von allen Nährstoffen die meisten Kalorien. Abnehmen werden Sie nur schwer und Ihrer Gesundheit tut die South-Beach-Diät nicht viel besser als die Atkins-Diät.

 

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Low Carb: das Ernährungsmotto aus den USA

Low Carb: das Ernährungsmotto aus den USADie Botschaft der Low-Carb-Diäten lautet: wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß und Fett. Nicht die Fette, sondern die Kohlenhydrate werden hier als die Dickmacher bezeichnet. Vor allem in den USA finden Low-Carb-Diäten Anklang. Doch auch in Europa gewinnen sie an Beliebtheit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält Low-Carb-Diäten für nicht empfehlenswert: Durch die beschränkte Lebensmittelauswahl werde kein Lerneffekt hinsichtlich einer ausgewogenen Ernährung erzielt, weshalb kein dauerhafter Erfolg zu erwarten sei. Aufgrund des erhöhten Fleisch- und Eierkonsums vergrößern sich außerdem die Risiken bezüglich Fettstoffwechselstörungen und Ablagerungskrankheiten wie Gicht. Weiterlesen...

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Aktuelle Kommentare

  • 29.11.2019 10:19
    Danke für den super verständlichen Artikel. Ich hatte die Vorlesung in der Uni wegen Krankheit ...

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  • 01.10.2019 17:40
    Habe furchtbar Angst vor der Darmspiegelung die erste war nicht erfolgreich wegen Reststuhl ...

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  • 07.07.2019 17:08
    Der neue Blog gefällt mir. Die Projekte setzen an der richtigen Stelle an. Und: Jeder ...

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