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Psychotherapie als ChanceViele Menschen erschrecken bereits beim Hören oder Lesen des Wortes Psychotherapie. Ein Gefühl der Scham kommt hoch und man möchte in der Öffentlichkeit darüber nicht gern sprechen. Vor allem nicht, wenn es einen selbst betrifft, dann landet dieses Thema schnell in der verschlossenen seelischen Schweigekiste. Dabei unterschätzt man den wertvollen Nutzen einer solchen Therapie.

Ein Besuch beim Psychotherapeuten

Es gibt unzählige Formen der Psychotherapie, wie z.B. die Verhaltenstherapie, die Gesprächstherapie sowie die tiefenfundierte analytische Therapie. Nicht verwechseln darf man einen Psychotherapeuten mit einem Psychiater in einer Klinik. Unbewusst jedoch geschieht diese Verwechselung allzu häufig, sodass therapiebedürftige Menschen oft keine Therapie beginnen. Ein Besuch beim Therapeuten lässt sich vergleichen mit dem Besuch bei einer guten Freundin oder einem Freund, mit dem man über seine Probleme spricht. Der Unterschied dabei ist, dass der Therapeut vom Fach ist und bei vielen Themen, die die Seele belasten, mit seinem fachmännischen Rat zur Seite stehen kann.

Mobbing, Gewalt oder Liebeskummer

Bereits in jungen Jahren macht man die Erfahrung mit seelischen Verletzungen, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. So sind zum Beispiel Mobbingopfer in der Schule oder Opfer von Gewalt im Kindesalter diejenigen, die eine Therapie in Anspruch nehmen sollten. Ein anderes Beispiel wäre auch der allseits bekannte Liebeskummer. Während es Frauen leichtfällt, über ihre Emotionen zu sprechen, scheuen sich die meisten Männer davor, sich gerade solchen tiefgreifenden Themen zu widmen. Lieber verdrängen sie – oft unbewusst – den seelischen Schmerz, der sich daraufhin anderweitig äußern kann, beispielsweise in Form von Alkohol oder jeglicher anderen Sucht.

Ohne aktive Heilung durchs Leben?

Die Praxis zeigt, dass die meisten Opfer seelischer Verletzungen durchs Leben gehen, ohne dass sie aktiv geheilt werden. Mögliche Folgen sind die Entstehung von Soziophobie oder Persönlichkeitsstörungen, denen man sich nicht bewusst ist. Um solchen Folgen entgegenzuwirken, sollte man den Gang zum Therapeuten nicht scheuen. Dabei muss der private Kreis nicht einmal etwas davon erfahren, außer man setzt ihn darüber in Kenntnis. So kann eine Therapie begonnen und über eine längere Zeit verfolgt werden.

Die Kasse zahlt einen Teil

Die ersten fünf Sitzungen sind sogenannte „probatorische Sitzungen“, bei denen sich der Klient und der Therapeut gegenseitig kennenlernen und für sich entscheiden können, ob eine längere Zusammenarbeit lohnenswert ist und funktionieren könnte. Für diese übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Sollte man sich während der probatorischen Sitzungen gegen den ausgewählten Therapeuten entscheiden, so besteht die Möglichkeit, sich einen neuen Therapeuten zu suchen.

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Aktuelle Kommentare

  • 05.01.2020 10:44
    Vielen herzlichen Dank für diese netten Worte. Und vielen herzlichen Dank für die Unterstützung ...

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  • 05.01.2020 10:39
    Wir wünschen dem ganzen Team von GesundStift für das neue Jahr 2020 weiterhin alles Gute, viel ...

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  • 29.11.2019 10:19
    Danke für den super verständlichen Artikel. Ich hatte die Vorlesung in der Uni wegen Krankheit ...

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