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Low Fat: Fett als der eigentliche DickmacherFette enthalten mit durchschnittlich 9 kcal pro Gramm mehr als doppelt so viele Kalorien wie die gleiche Menge Eiweiße oder Kohlenhydrate. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Fett als Dickmacher Nummer 1 gilt. Bei vielen Diäten wird deshalb der Fettanteil in der Nahrung gesenkt. Lästiges Kalorienzählen entfällt dabei, weil fettarme Lebensmittel meist auch weniger Kalorien mitbringen. Das gezielte Auswählen der Nahrungsmittel führt häufig auch zu einer langfristigen positiven Änderung des Essverhaltens.

Low-Fat-30-Diät

Bei den Low-Fat-30-Diäten darf der Fettgehalt der Nahrung höchstens 30 Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien betragen. Oder es stehen ausschließlich Lebensmittel auf dem Speiseplan, die weniger als 30 Prozent Fettkalorien enthalten.

Die Fettzufuhr auf 30 Energieprozent zu beschränken, empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Da in unseren Breiten fast immer zu viel Fett gegessen wird, erscheint eine solche Beschränkung sinnvoll. Mit einer gleichzeitig abwechslungsreichen und ausgewogenen Lebensmittelauswahl können Sie dann im Prinzip nichts falsch machen. Jedoch sollten Sie darauf achten, nicht weniger als 25 Prozent Fettkalorien täglich aufnehmen. Sonst könnten Sie zu wenig fettlösliche Vitamine und lebensnotwendige Fettsäuren mit der Nahrung erhalten.

Wer Gewicht reduzieren will, wird alleinig mit der Begrenzung der Fettzufuhr nicht weit kommen. Insbesondere dann nicht, wenn zwar fettarm, dafür aber viel mehr gegessen wird. Denn nur eine negative Energiebilanz baut Fettpölsterchen ab.

Pfunds-Kur

Die Pfunds-Kur wurde von Professor Dr. Volker Pudel, Ernährungspsychologe und langjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, entwickelt. Sie beruht auf einer fettarmen, kohlenhydratreichen und ansonsten ausgewogenen Mischkost. Fette gelten als Dick-, Kohlenhydrate als Sattmacher. In der Pfunds-Kur werden keine Kalorien gezählt, dafür aber Fettaugen im Essen. Ein Fettauge steht für drei Gramm Fett. Anhand eines Tests wird die Fettaugenmenge individuell festgelegt. Prof. Pudel empfiehlt, nicht mehr als 20 Fettaugen täglich zu sich zu nehmen. Neben der Fettreduktion wird Bewegung als unterstützende Maßnahme empfohlen.

Die Pfunds-Kur vermittelt Ihnen ein gutes Basiswissen über eine ausgewogene Ernährung und trainiert ein positives Essverhalten. Sie ist als gesunde Alltagskost geeignet. Ob Sie mit der Diät abnehmen, hängt wie bei jeder Diät von Ihrer Energiebilanz ab. Nur eine negative Energiebilanz baut Gewicht ab. Das bedeutet, dass die Menge der mit der Nahrung aufgenommenen Kalorien kleiner sein muss als die Menge der vom Körper verbrauchten Kalorien. Die Chancen stehen diesbezüglich bei der Pfunds-Kur nicht schlecht.

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