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Das Metabolische SyndromDas "Metabolische Syndrom", das auch "Syndrom X" oder "Tödliches Quartett" genannt wird, kombiniert vier an sich eigenständige Krankheitsbilder und stellt für betroffene Patienten eine große Gefahr dar. Fettleibigkeit, eine gestörte Glucose-Toleranz (bzw. Insulinresistenz), Bluthochdruck und eine krankhafte Verteilung der Fette im Blut sind die vier Mitglieder des "Tödlichen Quartetts". Sie bewirken, dass die Patienten ein gegenüber der gesunden Normalbevölkerung stark erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben. Wenn Patienten drei der vier Krankheitsbilder aufweisen, so leiden sie an einem Metabolischen Syndrom. Durch eine konsequente Ernährungsumstellung und eine Veränderung der Lebensgewohnheiten ist das Metabolische Syndrom in den Griff zu bekommen.

Das Metabolische Syndrom – ein stiller Mörder

Tückisch ist, dass diese Erkrankung zu Beginn meist durch keinerlei Symptome auf sich aufmerksam macht. Wenn der Patient dann einen Arzt aufsucht, weil er ständig erschöpft ist, Schmerzen in den Beinen verspürt oder Sehstörungen bemerkt, ist es oft schon zu spät, um Schäden an Herz, Nieren oder Gefäßen zu vermeiden.

Das größte Problem bei der Entwicklung eines Metabolischen Syndroms sind die Speckringe um die Taille. Denn das Bauchfett sowie auch das Fett an den Eingeweiden weisen eine hohe Stoffwechselaktivität auf. Dadurch wird verhindert, dass das Insulin, seine Aufgabe, nämlich Glucose in die Zellen zu schleusen, erfüllen kann. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge, aus dem im weiteren Krankheitsverlauf ein Diabetes entstehen kann. Zusätzlich bildet das Eingeweidefett kleine Fettteilchen (so genannte LDL-Partikel). Diese lagern sich in den Gefäßen ab und es entstehen "Verkalkungen". Um diese Gefahren zu vermeiden, darf der Bauchumfang bei Frauen nicht mehr als 88 cm und bei Männern nicht mehr als 102 cm betragen.

Insulin macht dick!

Der Körper ist auf eine regelmäßige Zufuhr von Glucose als Energielieferant angewiesen. Der größte Teil der kohlehydratreichen Nahrungsmittel, wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln, besteht aus miteinander verknüpften Glucose-Bausteinen. Um den Glucose-Bedarf des Körpers an das jeweilige Angebot anzupassen, verfügt der Körper über einen Regelmechanismus, dessen wichtigster Baustein das Insulin ist, ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse. Dieses Hormon senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Glucose-Aufnahme in die Muskel- und Fettzellen fördert. Gleichzeitig steigert Insulin jedoch auch die Neubildung von Fett und hemmt dessen Abbau.

Das Metabolische SyndromBei Bewegungsmangel und jahrelanger falscher Ernährung schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt das Hormon Insulin aus, um dem hohen Blutzuckerspiegel entgegen zu wirken. Anfangs beugt dies einem zu hohen Glucosegehalt im Blut vor. Fatal ist jedoch, dass es dem Insulin bei dauerhafter Ausschüttung immer weniger gelingt, den Zucker in die Zellen einzuschleusen, je mehr Fettzellen vorhanden sind. Wieder versucht der Körper mit einer noch höheren Insulinproduktion den Regelkreislauf wieder herzustellen. So entsteht ein Teufelskreis. Denn durch die hemmende Insulin-Wirkung auf den Fettabbau, nimmt der Patient immer stärker an Gewicht zu. Es entstehen noch mehr Fettzellen und die Insulin-Wirkung auf den Blutzuckerspiegel schwächt sich weiter ab. Irgendwann sind die Insulinkapazitäten der Bauchspeicheldrüse erschöpft, ein manifester Diabetes mellitus entsteht (Zuckerkrankheit). Der für den Körper zerstörerische Kreislauf wird immer weiter verstärkt (siehe Abbildung).

Einmal krank – immer krank?

Das Metabolische Syndrom ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die einer konsequenten Therapie bedarf. Doch zu Beginn sollten nicht Medikamente stehen, sondern der Wille des Erkrankten, seine Situation zu ändern. Denn der Patient kann zur Verbesserung seiner Symptomatik entscheidend beitragen. Eine Umstellung der Ernährung und eine Veränderung der Lebensweise sind für Betroffene dringend notwendig.

Jetzt das Richtige essen!

Studien ergaben, dass die durch eine Ernährungstherapie erreichte Gewichtsabnahme zu einer deutlichen Lebensverlängerung der Patienten beiträgt. Doch wie isst man richtig? Im Wirrwarr der Diäten ist es schwer, die beste zu finden. Tatsache ist aber, dass sowohl eine fettreduzierte, als auch eine kohlenhydratarme oder eiweißreiche Diätform im Hinblick auf das Metabolische Syndrom die gleichen Verbesserungen erzielt.

Experten empfehlen eine mediterrane Ernährungsform. Hierbei kommen viel Obst und Gemüse auf den Teller, dazu häufig Fisch, der Fleischkonsum wird stark eingeschränkt.

Es gelten folgende Empfehlungen:
- ein- bis zweimal pro Woche Fisch (jedoch nicht paniert, frittiert oder als Ölkonserve)
- 1 Esslöffel Öl pro Tag zur Speisenzubereitung (z.B. Raps- oder Erdnussöl)
- 1 Esslöffel Salatöl pro Tag (z.B. Distel- Oliven-, Raps- oder Leinöl)
- nicht mehr als 5 g Streichfett pro Tag (z.B. Halbfettmargarine )
- nur wenige Nahrungsmittel mit versteckten Fetten, wie z. B. Wurst oder Käse. Hier sollten die fettärmeren Varianten gewählt werden.

Hält der Patient sich an diese gesunde Mischkost, reduziert sich sein Risiko deutlich, an den Folgen von Herzinfarkt oder Schlaganfall zu versterben. Gleichzeitig schlägt eine langsame Gewichtsabnahme von ca. 1kg/Monat zu Buche. Das mag manchem wenig erscheinen, doch der Abnahmeerfolg hält länger an, als wenn das Gewicht radikal reduziert wird (Jojo-Effekt).

Bewegung bringt vieles ins Lot

Zur Ernährungsumstellung muss eine regelmäßige Bewegung hinzukommen. Sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining 3-7 mal pro Woche helfen bei der Gewichtsabnahme und verbessern außerdem die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Allein durch Bewegung ist das Insulin in der Lage, seine Aufgaben im Körper wieder zu erfüllen, denn die Insulinresistenz nimmt ab. Bewegung ist also ein unerlässlicher Bestandteil der Therapie des Metabolischen Syndroms.

Prophylaxe durch Pflanzeninhaltsstoffe

Kann man durch bestimmte Nahrungsmittel dem Metabolischen Syndrom vorbeugen? Tatsächlich ist nachgewiesen, dass bioaktive Schwefelverbindungen, wie sie z.B. in Knoblauch vorkommen, den Cholesterinspiegel, die Blutdruckwerte sowie den Blutzuckerspiegel senken helfen.

Auch Saponine, die vorwiegend in Hülsenfrüchten vorkommen, tragen zu einer Cholesterinsenkung bei. Da diese Stoffe im Rohzustand jedoch giftig sein können, müssen Hülsenfrüchte vor dem Verzehr gekocht werden!

Phytosterine sind Pflanzeninhaltsstoffe, die dem Cholesterin ähneln. Man findet sie in Pflanzenölen. Nimmt man diese gemeinsam mit Cholesterin z.B. aus Fleisch oder Wurst zu sich, hemmen die Phytosterine die Cholesterinaufnahme und können so das Gesamtcholesterin um 10% reduzieren.

Auch das Glas Rotwein am Abend hat nach Meinung einiger Experten gesundheitsfördernde Wirkung. Der darin enthaltene Wirkstoff Resveratrol beugt tatsächlich Entzündungen vor, schützt die Gefäße und senkt die Blutfette. Deshalb hat der mäßige Rotweingenuss in Ernährungsempfehlungen häufig einen Stammplatz. Dem gegenüber stehen allerdings die negativen Wirkungen regelmäßigen Alkoholkonsums. Die Menge Alkohol, die von der Leber täglich verarbeitet werden kann, ohne dass das Organ Schaden nimmt, ist individuell sehr unterschiedlich. Bei Frauen reicht oft schon dieses eine tägliche Glas Rotwein aus, um die Leberwerte ansteigen zu lassen. Männer vertragen ungefähr die doppelte Menge. Auch birgt selbst der mäßige Alkoholgenuss stets die Gefahr einer Abhängigkeit, insbesondere wenn der Alkohol in Verbindung mit Stressabbau und Entspannung benötigt wird.

Wer auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Resveratrol dennoch nicht verzichten möchte, kann über den Tag verteilt zwei bis drei Gläser roten Traubensaft genießen, der diesen Inhaltsstoff ebenfalls in größerer Menge enthält. Bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe, wie Resveratrol, Saponine oder Phytosterine, sind zur unterstützenden Prophylaxe des gefährlichen Metabolischen Syndroms jedenfalls durchaus sinnvoll.

Medikamente – wenn’s anders nicht geht

Selbstverständlich haben auch Medikamente in der Therapie des Metabolischen Syndroms ihren Platz. Metformin verbessert das Problem der Insulinresistenz und führt zu einer leichten Gewichtsabnahme, Lipidhemmer können die Blutfette reduzieren, Medikamente wie z.B. Orlistrat oder Sibutramin haben einen direkten gewichtsreduzierenden Effekt.

Die sinnvollere Alternative: gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport

Es ist jedoch wesentlich sinnvoller und für den Körper unschädlicher durch eine Umstellung der Ernährung, durch regelmäßigen Sport und eine damit verbundene Gewichtsabnahme den Bedarf an Tabletten zu reduzieren. Die Lebenserwartung und -qualität der Erkrankten wird so deutlich verbessert. Der richtige Ernährungs-Mix und eine regelmäßige Bewegung sind die Grundlage für Ihre Gesundheit!

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