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Die strahlende Sonne

Ohne Sonnenstrahlung würde es wohl kaum Leben auf der Erde geben. Die Sonne ist der natürliche Taktgeber für Menschen, Tiere und Pflanzen und steuert wichtige Hormone für unseren Schlaf-Wachrhythmus. Sie sorgt für Licht und Wärme und trägt damit zum seelischen Wohlbefinden bei.

Die menschliche Haut ist darauf ausgerichtet, unter Einfluss von UV-B ein für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel wichtiges Hormon (Vitamin D3, Cholecalciferol) zu bilden und nicht zuletzt wird Sonnenlicht in unterschiedlichen Wellenlängen sogar zur Therapie bestimmter Erkrankungen, z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis und einer ausgeprägten Neugeborenengelbsucht, eingesetzt.

Wandel des Schönheitsideals

Bis ins 20. Jahrhundert galt blasse Haut als vornehm. Adelige und Reiche hatten es nicht nötig, wie die armen Feld- und Bauarbeiter, ihr karges Brot mit schwerer Arbeit unter freiem Himmel zu verdienen. Während der industriellen Revolution änderte sich dieses Bild. Durch die Arbeit in großen Fabrikhallen oder Bergstollen entwickelten nun auch die Armen eine bleiche Haut, die nun eher zum Kennzeichen der ungesunden Knechtschaft der Arbeitnehmer wurde. Auch heute gilt eine braune Haut als Zeichen für Wohlstand. Man kann es sich leisten, weit weg zu fliegen und seine freie Zeit zum Vergnügen in der Sonne zu liegen.

Sonnenbrand

Diese Einstellung bringt aber Gefahren mit sich. Wer sich zu lange ungeschützt in der Sonne aufhält, läuft Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen. Neben den akuten Folgen: einer Entzündung der Unterhaut mit Rotfärbung, Erwärmung und Blasenbildung, kommt es hauptsächlich durch die kurzwelligen UV-B-Strahlen zu irreperablen DNA-Schäden (Mutationen) und damit der Gefahr von Hautkrebs.

Die langwelligere UV-A-Strahlung verstärkt die UV-B-Wirkung und kann außerdem tiefer in die Augen und Haut eindringen. Sie schädigt dort die kollagenen Fasern, wodurch die Straffheit reduziert wird und die Haut schneller altert.

Sonnenschutz

Das Beste, was man bei starker Sonnenstrahlung machen kann, ist das Meiden der Sonne und das Aufsuchen von Schatten, vor allem in der Mittagszeit. Da das aber nicht immer möglich ist, sollte man möglichst eng gewebte Kleidung oder spezielle UV-Schutzkleidung tragen.

Schirmmützen oder Hüte erfüllen diesbezüglich nicht nur den praktischen Zweck, einen Schatten über Gesicht und bestenfalls auch Nacken zu werfen, sondern können zusätzlich als modisches Accessoire dienen.

Sonnencremes können einen Sonnenbrand effektiv verhindern und sollten sowohl im Alltag als auch im Urlaub regelmäßig zur Anwendung kommen. Allerdings ist bis heute noch unklar, inwieweit sie chronische Schädigungen der Haut verhindern können.

Fensterglas schirmt UV-B- und UV-C-, also kurz- und mittelwellige Strahlen ab, allerdings nicht die langwelligen UV-A-Strahlen, so dass man hinter Fenstern zwar vor einem Sonnenbrand, nicht aber vor vorzeitiger Hautalterung geschützt ist.

Sonnenbrillen sollten mit einem speziellen UV-Filter versehen sein und Wellenlängen unterhalb von 400 nm blockieren. Dieser Schutz ist allerdings nicht ausreichend, wenn größere Mengen Streulicht am Rand der Brille Einlass finden, was durch passgenaue Brillenformen oder breite Bügel optimiert werden kann.

Ozonloch

Weit oben in der Stratosphäre befindet sich eine dünne Schicht Ozon (O3), die die Erde vor einem Großteil der UV-Strahlung der Sonne schützt. Während die langwellige UV-A-Strahlung nahezu vollständig die Erde erreicht, wird die energiereiche UV-C-Strahlung in der Ozonschicht nahezu vollständig abgefangen. Wie viel UV-B-Strahlung auf die Erde durchdringt ist abhängig vom Zustand der Ozonschicht. In Regionen, in denen die schützende Ozonschicht in der Stratosphäre geringer geworden ist, kann die UV-B-Strahlung am Erdboden erhöht sein.

Aber nicht nur die Ozonschicht ist für die Intensität der natürlichen UV-Strahlung von Bedeutung. Maßgeblich sind ebenfalls Breitengrad, Sonnenstand und die Höhenlage. Reflektionen von Wasser, Sand und Schnee verstärken die UV-Strahlung.
Über die Intensität der Strahlung an einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort gibt der UV-Index Auskunft. Er bietet eine Orientierung, ob ein Aufenthalt im Freien gefahrlos möglich ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt auf seiner Internetseite aktuelle Werte sowie eine Drei-Tages-Prognose für bestimmte Regionen in Deutschland zur Verfügung.

Solarien

Künstlich erzeugte UV-Strahlung unterscheidet sich in ihrer Wirkungsweise nicht von der natürlichen. Entsprechend können bei der Nutzung von Solarien ebenfalls akute und chronische Schädigungen der Augen und der Haut auftreten.

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