Für einen erfolgreichen Schulabschluss

Förderzeitraum: Dezember 2014 bis Dezember 2017
Nepal: Lesen lernenDie Region Dolpa ist sehr abgelegen und dünn besiedelt, es gibt kaum befestigte Straßen und die großen Höhenunterschiede erschweren den Weg von einer Gemeinde in die nächste. Entsprechend schlecht ist die Bildungssituation: 55 Prozent der Frauen und fast 30 Prozent der Männer sind Analphabeten. Die Klassenräume der Schulen sind überfüllt, es gibt kein Lernmaterial und Lehrkräfte sind schlecht ausgebildet. Die Kinder werden nicht auf den Unterricht vorbereitet, so schaffen nicht einmal zwei Drittel der Kinder die erste Klasse.
Besonders das Lesen und Schreiben fällt den Kindern in Dolpa schwer, da sie dies auf Nepali, der offiziellen Amtssprache Nepals, lernen müssen. Für viele Kinder ist Nepali jedoch nicht die Muttersprache. Da Lesen eine Schlüsselqualifikation und Grundlage aller anderen Schulfächer ist, sollen die Kinder hierbei besonders gefördert werden. In dem Projekt werden Bücher angeschafft, Klassenräume ausgestattet und Lehrkräfte fortgebildet. So wird es möglich Kinder bereits im Vorschulalter auf ihrer Muttersprache ans Lesen heranzuführen – ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Schulbesuch.

 

Bücher zum Lesen lernenZiele des Projekts

Durch einen kindgerechten Ausbau des Lernumfelds sollen insgesamt 210 Vorschulkinder sowie 400 Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse besser Lesen lernen. Gemeinsam mit der lokalen Bildungsbehörde und den Familien in der Projektregion renoviert das Kinderhilfswerk Vorschuleinrichtungen und Grundschulen und stattet sie mit altersgerechten Lernmaterialien aus. Sieben Vor- und Grundschulen in den fünf Gemeinden Suhun, Tripurakot, Juphal, Sephoksundo und Dunai profitieren von diesen Maßnahmen. 96 Grund- und Vorschullehrkräfte lernen in Fortbildungen neue kindgerechte Unterrichtsmethoden kennen. Mädchen und Jungen profitieren von einer frühen Leseförderung. Sie hilft ihnen, ihr Leseverständnis und damit ihren Schulerfolg zu verbessern. Auch die Eltern werden stärker in den Lernprozess ihrer Kinder eingebunden. 160 Angehörige von Schulkomitees, lokalen Behörden und Nichtregierungsorganisationen sind ebenfalls an den Projektaktivitäten beteiligt.

 

Renovierung von Vor- und GrundschulenRenovierung von Vor- und Grundschulen

Als ersten Schritt zur Verbesserung des Lernumfelds werden die Vor- und Grundschulräume der Projektschulen instandgesetzt und renoviert. Insgesamt sind bauliche Maßnahmen an sieben Vorschulräumen und 14 Klassenräumen der Klassenstufen eins und zwei geplant. Die Räume werden mit altersgerechten Möbeln ausgestattet und die Wände mit Lernpostern dekoriert. Bei Bedarf sollen außerdem kindgerechte Toiletten gebaut und der Pausenhof neu gestaltet werden. Die Schulmanagement-Komitees, bestehend aus Lehrkräften, Eltern und Schulvorstehern, sind eng in die Bauaktivitäten eingebunden. Ebenso wie die Bildungsbehörde des Distrikts, welche die Baufortschritte prüft und die renovierten Gebäude nach ihrer Fertigstellung abnimmt. Bücherecken fördern den Spaß am Lesen. In einem zweiten Schritt richtet das Kinderhilfswerk Lern- und Leseecken in den Schulen ein. Pro Vorschule werden hierfür mindestens 100 verschiedene Bücher, Bilder und audiovisuelle Materialien zur Verfügung gestellt. 14 Klassenräume der Grundschulen erhalten Leseecken mit jeweils mindestens 50 Büchern und Leseheften.

 

Kindgerechtes LernmaterialKindgerechtes Lernmaterial

Um Kinder zum Lesen zu animieren, sind altersgerechte Bücher mit Themen, die sich auf das Lebensumfeld der Kinder beziehen, besonders geeignet. Die Bildungsbehörde des Distrikts und das Zentrum für Lehrplanentwicklung organisieren deshalb die Entwicklung von neuen altersgerechten Lesebüchern. Hierzu wird ein externer Experte beauftragt, um in enger Abstimmung mit Kindern, Lehrkräften und Eltern Bücher für den Unterricht zu entwickeln. Kurzgeschichten, Gedichte, Bildergeschichten und Comics sollen die Lebenswelt der Kinder wie zum Beispiel die Kultur und Tradition in der Region widerspiegeln. Lehrerinnen und Lehrer integrieren die neuen Materialien in ihren Unterricht. Damit die Kinder das Lesen gut üben können, wird mindestens eine Stunde am Tag in der Schule darauf verwendet. Die Lehrkräfte halten die Lesefortschritte der Kinder in eigens dafür entwickelten Lesemappen fest.

 

Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern

Die Bildungsbehörde des Distrikts organisiert eine sechstägige Schulung für alle Erzieherinnen und Erzieher der Vorschulen sowie für die Lehrkräfte der ersten und zweiten Grundschulklassen. Dort werden pädagogische Fragen, frühkindliche Förderung und Entwicklung sowie partizipatives Lernen für Kinder unter sieben Jahren thematiert. In einer weiterführenden Schulung erfahren die Lehrerinnen und Lehrer, wie sie die Lesefähigkeit der Kinder verbessern und wie die neu eingerichteten Bücherecken am besten genutzt werden können.

 

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