Damit Kinder gesund aufwachsen können

Förderzeitraum: März 2017 bis September 2018
Ruanda: Frühkindliche FörderungIn Ruanda leiden bis heute viele Menschen unter den Folgen des Bürgerkriegs, der 1994 in einem Völkermord gipfelte. 60 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. Eltern müssen ihre Kleinkinder oft mit zur Arbeit nehmen oder geben sie in die Obhut älterer Geschwister. Eine frühkindliche Förderung und gesunde Ernährung der Kinder kommt dadurch meist zu kurz. 38 Prozent der Kinder unter fünf Jahren weisen Anzeichen von ernährungsbedingter Unterentwicklung auf (UNICEF-Report 2016). Vor allem in ländlichen Gegenden fehlen grundlegende soziale Dienste. Die wenigen Kindergärten erfüllen meist nicht einmal minimale Standards in Bezug auf Sicherheit, sanitäre Anlagen und Lernbedingungen. So haben viele Eltern keine Möglichkeit, die nötige Versorgung und Förderung ihrer Kinder sicherzustellen.

 

Ziele des Projekts

Mit diesem Projekt wollen wir besonders benachteiligten Kindern bis zu sechs Jahren ein gesundes Aufwachsen und frühkindliche Förderung ermöglichen. Für dieses Ziel werden in den Projektregionen Nyaruguru und Bugesera vier ECCD-Zentren (Early Childhood Care and Development) gebaut, die in etwa Kindergärten oder Vorschulen ähneln. Dort können dann circa 1.200 Mädchen und 800 Jungen frühkindlich gefördert und betreut werden. Die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen finden dabei besondere Berücksichtigung und so wird beim Bau der Gebäude auch auf die Barrierefreiheit
geachtet.

 

Um die Qualität der Betreuung zu verbessern, erweitern örtliche Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern in Fortbildungen ihr Wissen zu frühkindlicher Entwicklung, ausgewogener Ernährung und Gesundheitsversorgung. Durch die Gründung von Spargruppen soll zudem die Ernährungssituation der Familien verbessert und der Betrieb der ECCD-Zentren nachhaltig sichergestellt werden.

 

Damit Kinder gesund aufwachsen könnenBau und Ausstattung von vier inklusiven Kindergärten

Im Rahmen des Projektes errichten wir vier neue ECCDZentren in den Projektregionen und statten sie mit altersgerechten Möbeln und Spielgeräten aus. Erzieherinnen und Erzieher lernen in Schulungen, wie sie verschiedene Spielzeuge aus lokal erhältlichen Materialien herstellen und wie sie auch Kinder mit Behinderungen an den Spiel- und Lernaktivitäten beteiligen.

 

Die ECCD-Zentren erhalten barrierefreie Zugänge und nach Geschlechtern getrennte Toiletten und Waschräume, die auch für Kinder mit Behinderungen zugänglich sind. Es werden Wassertanks errichtet, um das Regenwasser aufzufangen. Dieses wird vor allem für die Reinigung der Klassenzimmer und Sanitäranlagen genutzt und wird so die allgemeine Hygiene fördern. Dabei lernen die Kinder den bewussten Umgang mit Wasser kennen und verbessern zum Beispiel durch regelmäßiges Händewaschen auch ihren Gesundheitszustand. Außerdem wird jedes Zentrum eine voll ausgestattete Küche erhalten, in der die Mahlzeiten für die Kinder zubereitet werden.
 

Qualität der frühkindlichen Förderung sichern

112 Erzieherinnen, Erzieher und Eltern erweitern in Schulungen ihr Wissen über frühkindliche Förderung. Die Schulungen
verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der die Fürsorge und Förderung von Mädchen und Jungen umfasst, sich intensiv mit Kinderschutz-Themen beschäftigt und zugleich praktische Anleitungen für interaktive Spiele vermittelt. An den Schulungen nehmen Erzieherinnen und Erzieher aus insgesamt 14 ECCD-Zentren teil (der vier neuen Einrichtungen sowie aus zehn weiteren Zentren in der Region). Die Leitung der Zentren übernehmen entsprechende Management-Komitees, die von den Gemeinden ernannt werden. In Schulungen erwerben die Mitglieder dieser Komitees die Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine gute Leitung der Einrichtungen notwendig sind.

 

Gesundheit und Ernährung der Kinder verbessern

In Zusammenarbeit mit lokalen Gesundheitseinrichtungen werden in den ECCD-Zentren auch medizinische Untersuchungen
angeboten. Die Erziehrinnen und Erzieher werden außerdem dazu angehalten, Erste Hilfe-Kästen verfügbar zu haben, damit sie kleinere Verletzungen der Kinder umgehend versorgen können.

 

In Ernährungsschulungen, die in den neuen Zentren stattfinden, lernen 500 Eltern die Zubereitung von gesunden Mahlzeiten.
Dabei erfahren sie, welche Nahrungsmittel geeignet sind, um Kinder ausreichend mit den für eine gesunde Entwicklung benötigten Nährstoffen zu versorgen. In Zusammenarbeit mit den Gesundheitseinrichtungen finden in den Gemeinden zudem Veranstaltungen statt, in denen Eltern über die Bedeutung von Gesundheitsversorgung, gesunder Ernährung, Kinderschutz und Familienplanung sensibilisiert werden.

 

Einkommenssicherung für benachteiligte Familien

Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu stärken, unterstützen wir die Gründung lokaler Spargruppen. Diese ermöglichen
es Frauen und Männern, mithilfe des Ersparten oder kleiner Kredite Investitionen zu tätigen und ihr Einkommen zu steigern. So können sie beispielsweise die Mahlzeiten für ihre Kinder in den ECCD-Zentren bezahlen und generell die Ernährungssituation ihrer Familien verbessern. In enger Zusammenarbeit mit den Management-Komitees leisten die Spargruppen zudem einen Beitrag zur Instandhaltung der Einrichtungen und bieten den Eltern gleichzeitig ein Forum, um sich miteinander auszutauschen und zu unterstützen. Auch in diese Aktivitäten sind sowohl die vier neuen als auch zehn bereits bestehende ECCD-Zentren involviert.

 

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Während der gesamten Laufzeit des Projektes finden regelmäßige Treffen aller beteiligten Partner statt. Dort werden
die Projektfortschritte besprochen, gewonnene Erfahrungen ausgetauscht und nötige Korrekturen bei der Umsetzung der Maßnahmen vorgenommen. Nach der Hälfte sowie nach Beendigung des Projektes wird eine ausführliche externe Evaluierung durchgeführt.

 

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Fotos: Plan / Jenny Matthews

 

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Aktuelle Kommentare

  • 19.11.2017 13:39
    Der neue Früchte-Tee duftet nicht nur lecker, sondern schmeckt auch hervorragend. Genau das ...

    Weiterlesen...

     
  • 21.07.2017 07:53
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