Stärkung lokaler Gesundheitshilfe

Förderzeitraum: Oktober 2012 bis Oktober 2016
Uganda: Mutter-Kind GesundheitIn Afrika ist Uganda nach wie vor ein Brennpunkt. Die gesundheitliche Situation von Frauen im Norden Ugandas ist schlecht. Deren Kinder leiden mit. Die Bewohner des früheren Konfliktgebiets sind noch immer von den Folgen der zwei Jahrzehnte andauernden bewaffneten Konflikte betroffen. Im Jahr 2006 konnte dieser Konflikt weitgehend beendet werden, die Entwicklung der Region geht aber nur langsam voran. Die schlechte Gesundheitsversorgung zeigt sich in erschreckenden Zahlen: Im Distrikt Lira wurden nur 29% der Geburten medizinisch begleitet, die Sterblichkeitsrate der unter 5-jährigen Kinder lag bei 177 pro 1.000 geborenen Kindern. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit. Dazu wurden vor allem die Kapazitäten von vier Gesundheitsstationen im Lira Distrikt gestärkt: Die Entbindungseinheiten wurden renoviert und ausgestattet und das Personal wurde fortgebildet. Ambulante Dienste erreichen nun auch die Menschen in abgelegenen Gemeinden und freiwillige Gesundheitshelfer unterstützen Familien, die von HIV und Aids betroffen sind. Die verbesserte Gesundheitsversorgung schützt die Frauen und ihre Kinder vor vermeidbaren Krankheiten.

 

Ziele des Projekts

Im Rahmen des Projektes erhalten 10.000 schwangere Frauen in der Region Lira Zugang zu medizinischer Betreuung, Schwangerschaftsvor- und -nachsorge sowie zu Geburtshilfe. Für 800 Schwangere, die positiv auf HIV getestet wurden, ermöglicht das Projekt die Teilnahme an umfassenden HIV-Programmen zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung (Prevention of Mother-to-Child Transmission, PMTCT). Hierzu zählen die prophylaktische Einnahme von antiretroviralen Medikamenten, frühdiagnostische Maßnahmen sowie Zugang zu Methoden der Familienplanung. Rund 500 Neugeborene, die dem erhöhten Risiko einer Mutter-Kind-Übertragung von HIV ausgesetzt sind, erhalten ebenfalls Medikamente, um eine Übertragung des Virus zu verhindern. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

 

Gut ausgebildetes medizinisches PersonalGut ausgebildetes medizinisches Personal

Um dem Personal lokaler Gesundheitseinrichtungen mehr Kompetenz auf dem Gebiet der gesundheitsförderlichen Ernährung, insbesondere für Kleinkinder, zu vermitteln, wurden bereits bis Dezember 2013 zwei zehntägige Schulungen durchgeführt. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 13 Gesundheitseinrichtungen nahmen daran teil: darunter Personal aus der Krankenpflege, Geburtshelferinnen und -helfer sowie leitendes medizinisches Personal. Sie alle wurden in vier Modulen zu gesundheitsförderlichen Ernährung geschult. Die Module deckten die Bereiche Patientenberatung und Diagnose ab und gingen darüber hinaus speziell auf die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern sowie von HIV- und Tuberkulose-Patienten ein. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitseinrichtungen nahmen zudem an einer fünftägigen Fortbildung zu gesundheitlicher Versorgung rund um die Geburt teil. Tests zu Beginn sowie am Ende der Fortbildungen zeigten einen deutlichen Wissensanstieg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Die richtig beantworteten Fragen im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit waren nach der Fortbildung im Durchschnitt um rund 30 Prozent gestiegen.

 

Ausbau von GesundheitsstationenAusbau von Gesundheitsstationen

Bis Juli 2013 wurden bereits vier Kliniken in den Ortschaften Alebtong, Apala, Barr und Ogur von Plan renoviert und mit dringend benötigtem medizinischem Material sowie mit Möbeln ausgestattet. Daraufhin wurde in der Klinik in Alebtong mit dem Bau von zusätzlichen Latrinen begonnen. Die Kliniken in Alebtong und Ogur arbeiten auf ambulanter und stationärer Ebene und bieten notfallchirurgische Dienste bei Geburten an. Die Kliniken in Apala und Barr begleiten Geburten auf ambulanter Ebene. Im Rahmen des Projekts wurden außerdem acht weitere Gesundheitsstationen unterstützt, die vor allem Untersuchungen zur geburtlichen Vor- und Nachsorge anbieten. Im November 2013 begann die Renovierung der Entbindungsstationen in zwei dieser Einrichtungen. Ebenso wurde mit dem Bau von Latrinen und Waschräumen begonnen. Für zwölf Gesundheitsstationen wurden eine Notausrüstung an Medikamenten und medizinischer Ausstattung bereit gestellt.

 

HIV-TestsGesundheitsdienste in den Gemeinden

Für viele Frauen und Männer ist es eine große Überwindung, eine medizinische Einrichtung aufzusuchen, um sich auf HIV testen zu lassen. Das Projekt setzte daher die ambulanten Gesundheitsdienste auf Gemeindeebene fort. Von Juli 2013 bis Dezember 2013 ließen sich in diesem Rahmen 2.154 Personen auf HIV testen. Elf Männer und 39 Frauen, die positiv getestet wurden, überwiesen die Gesundheitsteams an die nächstgelegenen Gesundheitsstationen, damit sie dort in die Programme zur HIV-Therapie mit antiretroviralen Medikamenten aufgenommen werden konnten. Die Betreuung von Familien, die von HIV betroffen sind, führten die ehrenamtlichen Gesundheitsteams ebenfalls fort: In 18 Hausbesuchen informierten und berieten sie die Familien zu gesundheitlichen Fragen und unterstützten bei Bedarf die häusliche Pflege erkrankter Personen.

 

Die ambulanten Dienste trugen so auch in diesem Zeitraum sehr zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung von HIV-Patienten bei. Insbesondere durch die Testmöglichkeiten vor Ort und die schnelle Überweisung an behandelnde Einrichtungen konnte der Weg zu medizinischer Behandlung und Unterstützung für betroffene Personen entscheidend verkürzt werden. Es suchten zunehmend auch mehr Frauen und werdende Mütter die Gesundheitseinrichtungen auf. So stieg die Zahl der schwangeren Patientinnen in den Projektgesundheitsstationen von 3.512 im Zeitraum Januar bis Juni 2013, auf 8.869 Patientinnen im Zeitraum Juli bis Dezember 2013 an.

 

Uganda auf dem WegIm Rahmen des Projekts wurden in den Gemeinden Aktionswochen rund um das Thema Gesundheit organisiert. Teile des Programms waren zum Beispiel verschiedene gesundheitliche Beratungsangebote und medizinische Untersuchungen. Dabei wurde auch über die Vorteile des Stillens für die Gesundheit des Kindes informiert. Außerdem konnten Familien persönliche Beratungsangebote nutzen. Allein im Rahmen einer Aktionswoche ließen sich 1.212 Personen (965 Frauen und 247 Männer) auf HIV testen. Frauen hatten außerdem die Möglichkeit, sich auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs untersuchen zu lassen. Bei Verdacht auf einen positiven Befund wurden sie zur weiteren Abklärung an entsprechende Gesundheitseinrichtungen überwiesen. In 45 Dialogveranstaltungen auf Gemeindeebene diskutierten Frauen über Gesundheit während der Schwangerschaft und medizinische Betreuung bei der Geburt. Außerdem informierten sie sich zu Themen der Kindergesundheit sowie über HIV und Aids. Auch während der Dialogveranstaltungen konnten sich die Frauen auf HIV testen lassen. 923 schwangere Frauen erhielten Folsäure zur Nahrungsergänzung. Diese ist während der Schwangerschaft besonders wichtig, da ein Folsäuremangel Fehlbildungen beim Baby zur Folge haben kann.

 

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